#rp26-Sprecherin Carole Cadwalladr: Techno-Autoritarismus untersuchen (und überleben)
Seit ihrer bahnbrechenden Recherche zum Cambridge-Analytica-Skandal im Jahr 2016, deckt Carole Cadwalladr unermüdlich die Verbindungen zwischen Big Tech und Politik auf.
Auf der re:publica 26 wird die preisgekrönte Investigativjournalistin Einblicke in ihre Berichterstattung geben und darüber sprechen, wie sie die großen Tech-Konzernen zur Rechenschaft gezogen hat – sowie über die tiefgreifenden Gefahren, die all das für die Demokratie darstellt.
Was ist eigentlich „Broligarchie“? Warum ähnelten die Ereignisse in den USA einem Staatsstreich? Was hat das alles eigentlich mit uns zu tun? Und was können wir angesichts dieser Entwicklungen jetzt machen? Zu diesen Fragen teilt Carole auf der Bühne ihre Ansätze mit uns teilen und ihre eigenen Initiativen vorstellen. Darunter das von ihr mitgegründete unabhängige Medienprojekt „The Nerve“ oder die gemeinnützige Organisation „The Citizens“, die durch Storytelling neue Allianzen gegen den Politik-Technologie-Komplex schmiedet. Beide Beispiele zeigen: letztlich zählen vor allem Gemeinschaft und Verbundenheit.
Carole Cadwalladr ist Investigativjournalistin. Mit ihrem mutigen Journalismus beleuchtet sie die Verflechtungen zwischen Politik und den Machtstrukturen im Silicon Valley. Als langjährige Feuilletonistin für die britischen Zeitungen „The Guardian“ und „The Observer“ beschäftigt sie sich in ihrem Substack-Newsletter mit der Frage: „Wie man die Broligarchie überlebt“. Ihre Berichterstattung wurde mit dem Polk Award und dem Orwell-Preis für politischen Journalismus ausgezeichnet; außerdem war sie 2019 mit der New York Times Finalistin für den Pulitzer-Preis in der Kategorie „National Reporting“, nachdem sie Facebook, Cambridge Analytica und den Missbrauch von Daten beim Brexit-Referendum sowie bei den US-Präsidentschaftswahlen 2016 untersucht hatte.