re:publica 26
18.-20. Mai 2026
STATION Berlin
Die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz braucht Unmengen an Energie, Wasser und Rohstoffen. Doch was, wenn KI unseren Ökosystemen nicht nur schaden, sondern ihnen sogar helfen könnte? Die Biodiversitäts-Expertin, Unternehmerin und Autorin Frauke Fischer ist davon überzeugt: Während die menschliche Intelligenz uns bereits gefährlich nahe an den Rand des sechsten Massenaussterbens manövriert hat, könnte Künstliche Intelligenz uns nun dabei helfen, dessen Eintreten noch zu verhindern. Auf der re:publica 2026 beleuchtet sie, wie das genau aussehen könnte.
Die Natur ist dem Menschen mehr als vier Milliarden Jahre voraus, was technologische Errungenschaften angeht – egal ob es um Prozesse wie Mustererkennung, Analyse oder Verarbeitung von Informationen geht. Dank KI kommen wir dem heute ein bisschen näher. Wir können beispielsweise Muster in Wanderungsbewegungen von Tieren analysieren, um Katastrophen vorherzusagen oder auch den Zustand eines Regenwalds beurteilen. Doch wie funktioniert das eigentlich?
Wer schon jetzt erfahren möchte, wo KI bereits eingesetzt wird, um sowohl Tierarten, Ökosysteme – und nicht weniger als unsere Lebensgrundlage – zu schützen, findet Antworten in Frauke Fischers Buch „Kann KI die Natur retten?”. Gemeinsam mit der Wirtschaftswissenschaftlerin Hilke Oberhansberg bespricht die Biodiversitäts-Expertin aktuelle Erkenntnisse auf humorvolle Art.
Frauke Fischer ist Biologin, Biodiversitäts-Expertin, Unternehmerin, Autorin und Keynote-Speakerin. Ihr Studium führte sie über Frankfurt in die USA und anschließend an die Elfenbeinküste. Dort untersuchte sie die Auswirkungen von Überjagung auf Kob-Antilopen im Comoé-Nationalpark im Nordosten der Elfenbeinküste und leitete eine Forschungsstation. Zurück in Deutschland etablierte sie im Anschluss daran den „Internationalen Naturschutz” als eigenständigen Bereich in der Lehre. Ein Jahr später gründete sie die Agentur auf!, Deutschlands erste Managementberatung mit Schwerpunkt Biodiversität. Als Autorin veröffentlichte sie mehrere Sachbücher, darunter „Was hat die Mücke je für uns getan?” und „Wal macht Wetter – wie Biodiversität unser Klima rettet”. Darüber hinaus ist sie Mitglied mehrerer namhafter Gremien, darunter die IUCN World Commission on Protected Areas und der Species Survival Commission, sowie Beirätin bei WWF, Volkswagen und in Wirtschaftskreisen. Seit 2025 schreibt sie eine Kolumne in der Frankfurter Rundschau und ihr Podcast tierisch! Entdeckungsreise in die wilde Welt der Tiere erscheint wöchentlich.