#rp26-Sprecherin Hito Steyerl

18.12.2025 - Die Künstlerin Hito Steyerl zeigt, wie sich Kunst in Zeiten von generativer KI und Techno-Kapitalismus verändert – und wie eine widerständige Ästhetik aussehen könnte.
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Hito Steyerl sitzt auf einer Treppe in einem Keller. Hito trägt einen Zip-Hoodie und Dutt. Sie schaut in die Kamera.
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Leon Kahane

„Momentan definieren KI-Bildgeneratoren die rechtsautoritäre Ästhetik”, so die Autorin und Filmemacherin Hito Steyerl im Interview mit der ZEIT. Wichtig sei dabei nicht, ob die generierten Bilder glaubwürdig oder realistisch aussehen, sondern nur, dass sie auch sicher viral gehen. Was bedeutet das für politische Machtverhältnisse und für eine zukünftige Ästhetik? Und wie können wir mit dem Paradox umgehen, dass durch eine auf Wahrscheinlichkeitsrechnung beruhende Technologie unsere Zukunft zusehends unberechenbarer zu werden scheint?  

In ihren vielfach ausgezeichneten Arbeiten verbindet Hito Steyerl politische Analyse mit visueller Poesie und widmet sich den drängenden Fragen unserer Zeit: von postkolonialer und feministischer Kritik über Überwachung, bis hin zur Rolle von Bild-, Daten- und Aufmerksamkeitsökonomie oder künstlicher Intelligenz. Das zeigt sie auch in ihrer aktuellen Arbeit, der Videoinstallation „Mechanical Kurds”. Darin entlarvt sie den Mythos autonomer Technik, indem sie die unsichtbare, oft prekäre menschliche Arbeit in Kriegs- und Krisengebieten sichtbar macht, die notwendig ist, um KI-Systeme zu trainieren. In ihrem jüngsten Buch „Medium Hot“ reflektiert sie außerdem, wie sich ästhetische, politische und technologische Systeme verschränken und welche neuen Formen der Wahrnehmung und Verantwortung daraus entstehen.