#rp26-Sprecherinnen Constanze Kurz & Franziska Görlitz: Immer mehr neue Palantir-Gesetze
Nach Hessen, NRW und Bayern haben nun auch Berlin und Baden-Württemberg ihren Polizeibehörden „automatisierte Datenanalysen“ erlaubt. Für diese KI-gestützte Art der Ermittlungsarbeit nutzt die Polizei in mehreren Bundesländern die Software „Gotham“ des US-Konzerns Palantir, hinter dem wiederum “Broligarchen” wie CEO Alex Kar und Peter Thiel stehen. Doch dabei bleibt es nicht. Während Polizeibehörden mit der Software massenhaft Daten von teilweise völlig Unbeteiligten analysieren, wird die Software auch von der US-Deportationsbehörde ICE, US-Geheimdiensten und Militärs in Kriegsgebieten genutzt.
Welche Folgen hat die Verwendung solcher Software für den Schutz unserer persönlichen Daten? Und wie funktionieren solche „automatisierten Datenanalysen“ überhaupt? Das erklären euch die ehrenamtliche Sprecherin des Chaos Computer Clubs (CCC) Constanze Kurz und die Projektkoordinatorin der Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V. Franziska Görlitz auf der re:publica 2026. In ihrer Session wird es außerdem darum gehen, was das Bundesverfassungsgericht und die Grundrechte damit zu tun haben und was wir tun können, um gegen die zunehmende Analyse unserer Daten vorzugehen.
Franziska Görlitz ist Volljuristin und Projektkoordinatorin bei der Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V.. Dort ist sie besonders zu Themen wie staatlicher Überwachung und Whistleblowing tätig. Außerdem ist sie Dozentin für Jurastudierende in der Examensvorbereitung.
Constanze Kurz ist ehrenamtliche Sprecherin des Chaos Computer Clubs (CCC). Sie ist promovierte Informatikerin, Sachbuchautorin und Herausgeberin mehrerer Bücher. Sie schreibt über Fragen der IT-Sicherheit, der technisierten Überwachung und der Ethik in der Informatik. Seit Februar 2015 gehört sie zum Autoren-Team des Blogs netzpolitik.org. Sie ist außerdem Fellow der Gesellschaft für Informatik.