Verzerrte Welt? Machtgeografien der Auslandskorrespondenz heute

Ferdinand Uth , Matthias Künzler

20.05.2026 14:15–14:45
Lightning Box 1
Deutsch
(Kurz-) Vortrag
Medien & Öffentlichkeit
#Journalismus #Geopolitik
Ein endloser Strom aus Nachrichten und Posts prägt unser Weltbild. Allerdings bilden die Orte, aus denen viel berichtet wird, meist auch zugleich Machtzentren. Abseits davon wird es dünn, zeigen unsere Daten zur Auslandskorrespondenz. Warum? Und kann Auslandsberichterstattung vielfältiger werden?

Hier klicken, um das externe Video (YouTube) anzuzeigen. Mehr Informationen

Ein endloser Strom aus Nachrichten, TikToks, Serien und Beiträgen prägt unsere Vorstellung von der Welt. Allerdings sind die Orte, über die wir viel erfahren meist zugleich Machtzentren. Abseits davon wird es schnell sehr dünn. Diese medial verzerrte Wahrnehmung der Welt wollen wir mit wissenschaftlichen Fakten beschreiben: Von wo aus wird überhaupt berichtet?

Wir präsentieren erstmals Daten unserer Studie, wo und wie viele Auslandskorrespondent:innen überregionale Qualitätsmedien stationiert haben und wie sich dieses Korrespondentennetz in den letzten 30 Jahren verändert hat. Das zeigen wir anhand von Karten. Außerdem können wir daraus ableiten, ob heute Digitalisierung und Social Media wirklich helfen, die Nachrichten zu „demokratisieren“. Oder ob wegen der wirtschaftlichen Lage Regionen wie Südamerika, Afrika oder die GUS-Staaten immer unsichtbarer werden.

Aus der Perspektive von Forschung und Praxis wollen wir die Gründe dieser Machtgeografie aufzeigen und diskutieren, welches Potential Social Media und die Zusammenarbeit mit "Local Journalists" bieten, um den Journalismus in Deutschland zu erweitern und vielschichtiger zu machen.