re:publica 26
18.-20. Mai 2026
STATION Berlin
Ob Liebesbekundungen an Alexa oder ChatGPT als Therapeut*in: Künstliche Intelligenz ist für viele mittlerweile mehr als nur ein Werkzeug. Sie ist Helfer*in, Kolleg*in, Freund*in oder sogar potenzielle*r Liebespartner*in geworden. Doch was bringt diese neue Nähe zu intelligenten Technologien für unser Verständnis von Beziehungen mit sich – im Privaten oder auch am Arbeitsplatz? Welchen Einfluss hat KI auf uns selbst, die Entscheidungen, die wir treffen, und wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen?
Die Psychologin und Expertin für Mensch-Maschine-Interaktionen Marisa Tschopp untersucht seit Jahren, wie die Integration von KI-Technologien unsere Gewohnheiten, beruflichen Bestrebungen und sozialen Beziehungen verändert. Dabei macht sie deutlich: ein gesundes Verhältnis zu diesen Technologien zu entwickeln und zu reflektieren, welche Zukunft wir gemeinsam gestalten wollen, wird jetzt umso wichtiger. Auf der #rp26 gibt die Psychologin Einblicke in aktuelle Forschung zu Mensch-KI-Beziehungen, mentaler Gesundheit und ethischen Fragen und lädt ein, den eigenen Umgang mit KI bewusst zu hinterfragen – zwischen Utopie, Pragmatismus und kritischer Reflexion.
Marisa Tschopp ist Senior Researcher bei der scip AG, einem führenden Cybersecurity-Unternehmen mit Sitz in Zürich, sowie affiliierte Senior Researcher am Human-IST Institut der Universität Fribourg. Dort erforscht sie Künstliche Intelligenz aus psychologischer Perspektive, mit besonderem Fokus auf ethischen Implikationen. Seit vielen Jahren engagiert sie sich außerdem bei Women in AI, einer internationalen Non-Profit-Organisation zur Förderung von Frauen* im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Über ihre Arbeit hat sie bereits Medienartikel, Buchkapitel und wissenschaftliche Publikationen verfasst und spricht regelmäßig auf internationalen Konferenzen, darunter TEDx.